BUCH



224 Sei­ten,
60 s/w und far­bi­ge Abbil­dun­gen.
Fr. 34.-

( Ende Mai 2022 erschienen )

 

 

 

Fabrik­pfei­fe und Schwe­fel­ge­rü­che gehör­ten jahr­zehn­te­lang zum All­tag in Ueti­kon. Seit mehr als drei Jahr­zehn­ten sind sie ver­schwun­den. 2018 schloss die älte­ste Che­mie­fa­brik der Schweiz ihre Tore end­gül­tig. Säu­re- und Dün­ger- pro­duk­ti­on und der lan­ge Arm der patro­na­len Unter­neh­mer­fa­mi­lie Schnorf haben das Dorf lang­fri­stig geprägt.
Die Autorin zeich­net nach, wie die Wein­bau­ern­ge­mein­de zum Fabrik­dorf wur­de. Der mikro­hi­sto­ri­sche Blick führt in Dorf­ver­ei­ne, in Schul- und Gemein­de­po­li­tik, Stif­tun­gen, Lie­gen­schafts­be­sitz, Steu­ern und nicht zuletzt in Fabrik­be­trieb und Unter­neh­mer­fa­mi­lie. Erkenn­bar wird ein dich­tes per­so­nel­les Netz­werk, zu dem lei­ten­de Fabrik­an­ge­stell­te, fir­men­treue Arbei­ter, Leh­rer und Pfar­rer sowie vie­le ihrer Ehe­frau­en zähl­ten. Hör­bar wer­den aber auch abwei­chen­de und pro­te­stie­ren­de Stim­men von Wein­bau­ern, Arbei­tern oder Anwoh­nen­den. Das Buch schreibt die Gesell­schafts­ge­schich­te eines Indu­strie­stand­or­tes am Zürich­see von der Hoch­pha­se der Indu­stria­li­sie­rung bis zum Beginn der Globalisierung.

Bea­tri­ce Schu­ma­cher ist pro­mo­vier­te Histo­ri­ke­rin und lebt in Basel. Zu ihren Arbei­ten zäh­len u. a. die Geschich­te von Emmen LU (2004) sowie eine Geschich­te der Gemein­nüt­zig­keit in der Schweiz (2010). Bei Hier und Jetzt ver­öf­fent­lich­te sie 2005 ein Buch zur Geschich­te der Natur­freun­de und 2015 die «Klei­ne Geschich­te der Stadt Luzern».

 
 

 

 

 

 

 

 

Bespre­chun­gen

 

 

© 2022 SCU